Francesca Aldegani • The Space Around Me (* 1978 Bergamo) lebt und arbeitet in Wien.
In ihrem Pseudonym The Space Around Me findet sich die Aussage ihrer künstlerischen Arbeit wieder, in der sie sie Shintoismus/Animismus Visionen mit Ökofeminismus und dem Universum der transzendentalen Meditation verbindet.
Sie konzentriert sich auf die intuitiven und rituellen Aspekte, die der künstlerischen Konzeption zugrunde liegen: The Space Around Me reflektiert in ihrer Praxis die Beziehungen zwischen der immateriellen Welt, dem Unsichtbaren, und der materiellen Welt, dem mit allen Sinnen Wahrgenommenen.
Im Laufe der Jahre hat sie ein Werk entwickelt, das sich auf uralte Geometrie und archetypische/symbolische Formen konzentriert, die das imaginäre Produkt ihrer eigenen Intuition des einheitliches Feldes und ihrer ständigen Annäherung an den nicht- physischen Raum durch den Einsatz von Meditationstechniken sind.
In ihre Produktion integriert sie gefundene und gesammelte Materialien aus ihrem privaten Umfeld, aus der Industrie und aus dem Volksmund, und sie versucht, eine neue Verbindung zu einer Idee von Materialität herzustellen, die auf dem Glauben des Shintoismus/Animismus basiert und den transzendentalen Raum visuell bezeugen kann.
Francesca Aldegani. Kollektive Nephomantie
Eine Geschichte über Wolkenwahrsagerei.
kuratiert von Simon Goritschnig
Ausstellung
Jänner 2027
Öffnungszeiten | jeweils Mittwoch - Freitag, 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung.
Nephomantie (von griechisch nephos „Wolke" und manteia „Wahrsagung") ist eine alte Form der Wahrsagerei, bei der Wolkenformen, Farben, Schattierungen und Bewegungen interpretiert werden, um Einblicke in die Zukunft zu erhalten, Omen zu deuten oder Antworten auf Fragen zu finden. Sie gehört zur Kategorie der Aeromantie.
HIER SIND DIE WICHTIGSTEN ASPEKTE DER WOLKENWAHRSAGEREI
Methoden und Praktiken:
Wolkenlesen (Cloud Gazing): Beobachtung von Wolken am Himmel, um in ihren Formen vertraute Symbole oder Zeichen zu erkennen (eine Form der Pareidolie).
Wasserspiegelung (Neladoracht): Keltische Druiden nutzten oft eine mit Wasser gefüllte Grube oder einen Stein, um die Wolkenformationen auf der Wasseroberfläche zu betrachten und zu deuten.
Bewegung
Form: Die Geschwindigkeit, Richtung und Gestalt (Z.B. Gesichter, Tiere, Herzen) werden als Botschaften interpretiert.
Bedeutung von Wolkenmerkmalen:
Formen: Ein Herz kann für einen vertrauenswürdigen Freund stehen, während ein Tannenbaum Wohlstand symbolisieren kann.
Farben & Schattierungen: Die Farben und Lichtverhältnisse in den Wolken gelten als weitere Hinweise auf die übermittelten Nachrichten.
Bewegung: Schnelle Veränderungen können auf schnelle Entwicklungen im Leben hindeuten, während statische
Wolken für Stabilität stehen können.
Ursprung und Geschichte:
Die Nephomantie ist eine sehr alte Praxis, die schon bei den babylonischen Priestern vermutet wird.
Keltische Schamanen und Druiden verwendeten eine spezielle Form namens Neladoracht.
Im antiken Palästina und der hebräischen Bibel wurden Wolkendeutungen teilweise als verbotene Praktiken angeschen.
In der Renaissance wurde sie als eine der sieben "verbotenen Künste" der Wahrsagerei klassifiziert.