Lisa Reiter.
Lisa Reiter, Portrait Ö1 Talentestipendium ©Peter Oswald
Lisa Reiter (*1994, OÖ) studiert derzeit in der Abteilung Plastische Konzeptionen / Keramik (MA) an der Kunstuniversität Linz, sowie in der Klasse Ortsbezogene Kunst (Diplom) an der Universität für angewandte Kunst Wien. Im Jahr 2021 wurde sie mit dem Morgenstern-Preis des Landes Steiermark und der Kleinen Zeitung ausgezeichnet und erhielt den Kunstförderpreis der Stadt Graz. 2025 war sie für das Ö1 Talentestipendium nominiert und erhielt den Linzer Soroptimist Künstlerinnen Preis. Ihre Werke sind in der Neuen Galerie des Universalmuseums Joanneum und in der Sammlung der Stadt Graz vertreten. Neben verschiedenen Ausstellungen in Österreich wurden ihre Werke auch in Berlin, Budapest und Zagreb gezeigt.
tacit
Ausstellung
Eröffnung | Freitag, 17. April 2026, 19 Uhr
Zur Ausstellung spricht Lauren Nickou, Künstlerin
Ausstellungsdauer | Freitag, bis 15. Mai 2026
Öffnungszeiten | jeweils Mittwoch - Freitag, 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung.
Lisa Reiter beschäftigt sich in ihrer Installation tacit mit dem, was nicht ausgesprochen wird – mit dem, was als scheinbar selbstverständlich angenommen wird. Tacit bezeichnet im Englischen etwas stillschweigend Verstandenes – Regeln oder Normen, die vorausgesetzt oder akzeptiert werden, ohne ausgesprochen zu werden.
Ausgehend von den Sphären zwischen öffentlichem und privatem Raum richtet Lisa Reiter ihren Blick auf Fragen von Zugehörigkeit, Zugang und Kontrolle: Wer kann sich frei bewegen, was trennt öffentlich und privat, und welche Rolle spielen dabei soziale Unterschiede? Gitter, Zäune und architektonische Elemente der Begrenzung finden sich in der Recherche ebenso wie gefundene Objekte oder Ornamente aus dem Stadtraum, die sie – in der Tradition der BuntpapiermacherInnen – in Papierstrukturen mit Kleisterpapier übersetzt.
wall 2024 ©Lisa Reiter