Parallel Vienna 2022.

Francesca Aldegani: “Stitching the Goddess - mater - matera - materia - material - matrilineal”, 2022

PARALLEL VIENNA 2022 findet vom 6. September bis 11. September 2021 zum zehnten Mal in Wien statt und bleibt ihrem Ansatz treu, temporär leerstehende Gebäude als Präsentationsplattform für zeitgenössische Kunst zu nutzen.

 

Aliens und Göttinnen

Eine Präsentation mit Annemarie Arzberger (A), Francesca Aldegani (I/A), Dagmar Höss (A) und Hannah Stippl (A)


Ausstellung

Eröffnung | Dienstag, 6. September 2022, 17:00 – 22:00 Uhr

Ausstellungsdauer | 7. bis 11. September 2022

Mittwoch – Freitag 13:00 – 20:00 Uhr, Samstag – Sonntag 12:00 – 19:00 Uhr


Ort | Ehemalige Semmelweisklinik, Haus 2, Hockegasse 37, 1180 Wien


Göttinnen haben es schwer: Als gleichberechtigtes Gegenüber sind sie undenkbar geworden, haben sie keinen Platz. Theologische Tricks, politisches Kalkül, patriarchale Wissenschaft und nicht zuletzt Marketingstrategien haben sie entfremdet, in den Untergrund oder leibhaftig in höhere Sphären verbannt. Ihr provokatives Potenzial zeigt sich nur manchmal in den kleinen Abweichungen des Alltags.

Die Präsentation zeigt Arbeiten von Künstlerinnen, die sich auf sehr unterschiedliche Weise dem fremden Wesen der Göttinnen nähern. Die gezeigten Arbeiten stehen in Dialog miteinander, provozieren und machen ihre Spuren sichtbar. Sie werden in einer übergreifenden Installation gezeigt, die das Miteinander der Ansätze hervorhebt.

Teilnehmerinnen

Francesca Aldegani.

(* 1978 Bergamo) absolvierte die Universität für angewandte Kunst in Wien mit einem Abschluss in Ortsbezogener Kunst. Thespacearound.me ist ihr Alias-Name und schwingt als Statement in ihrer künstlerischen Arbeit mit.

Ihre Praxis orientiert sich an der Erforschung der Bedeutung des Animismus und morphischer Felder. Sie konzentriert sich auf instinktive und rituelle Aspekte, die hinter anthropologischen Aktivitäten wie der künstlerischen Konzeption stehen. Sie bringt diese Konzepte in Textilskulpturen, experimentellen Gravuren und ephemeren Installationen zusammen.


Annemarie Arzberger.

(* 1984 Graz ) begann ihre künstlerische Laufbahn mit einer Ausbildung für Metallgestaltungan der HTBLA - Ortwein für Kunst und Design in Graz. Während ihres Studiums an der Universität fürangewandte Kunst Wien in der Klasse für Landschaftsdesign arbeitete sie als Puppendoktorin. Bis 2021 studiertesie an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Klasse für kontextuelle Malerei bei Ashley Hans Scheirl.


Dagmar Höss.

(*1969) arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Kunstvermittlerin und vermischt auch gerne mal diese drei Bereiche in ihren Projekten miteinander. Inszenierungen, Siebdrucke, Collagen oder Stickereien werden meist im Medium Fotografie umgesetzt. Zudem arbeitet sie für die OÖ Landeskultur GmbH und ist u.a. Mitglied in der Künstler*innenvereinigung MAERZ.


Hannah Stippl.

Hannah Stippl (*1968) studierte Malerei und Graphik an der Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie 2011 auf dem Gebiet der Landschaftstheorie promovierte. Ihre Dissertation bietet den ersten umfassenden Überblick über die landschaftstheoretischen Aquarelle von Lucius Burckhardt. Von 2005 bis 2017 unterrichtete sie an der Universität für angewandte Kunst in der Klasse für Landschaftsdesign/kunst. Ihre theoretische Beschäftigung mit kulturhistorischen und ökologischen Aspekten von Pflanzen, Gärten und Landschaften beeinflusst ihre künstlerische Arbeit grundlegend. Hannah Stippl kuratierte zahlreiche Ausstellungen und leitet den Ausstellungsraum puuul in Wien. Sie lebt und arbeitet abwechselnd in Wien, in Elsbach, Niederösterreich und Aguilas, Spanien.