Parallel Vienna 2026.

Ricarda Hoop
lebt und arbeitet in Leipzig. Sie studierte Freie Kunst mit Schwerpunkt Zeichnung und Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (Diplom 2011). In ihren Arbeiten untersucht sie Zeichnung als räumliches Ordnungs- und Denksystem. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Sie erhielt u. a. Arbeitsstipendien der Stiftung Kunstfonds Bonn (2022, 2024), der Stadt Leipzig (2021) sowie der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (2020).


Claudia-Maria Luenig
lebt und arbeitet in Wien. In ihrer künstlerischen Praxis entwickelt sie Zeichnung als räumlichen und performativen Prozess. Linien entstehen auf Papier und breiten sich anschließend über Wände und in den Raum aus. Installative Wandzeichnungen und verspannte Fäden erweitern die Zeichnung in den Raum und machen ihren Entstehungsprozess sichtbar.


Hannah Stippl (* 1968) studierte Malerei und Graphik an der Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie von 2005 bis 2017 in der Klasse für Landschaftsdesign/kunst unterrichtete. Sie entwirft große Szenerien mit floralen Mustern und Schriftzügen, die den Betrachter in neue Sphären eintauchen lassen. Ihre Beschäftigung mit kulturhistorischen und ökologischen Aspekten von Pflanzen, Gärten und Landschaften beeinflusst ihre künstlerische Arbeit grundlegend.

 

Lines Becoming Place

Mit Arbeiten von Ricarda Hoop, Claudia-Maria Luenig & Hannah Stippl

In Zusammenarbeit mit basement on the move


Termin | 9. - 13. September 2026

Ort | Otto Wagner Areal, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien


Claudia-Maria Luenig

“Zeichnen ist die unmittelbarste Sprache zwischen Idee und Ausführung. Es ist eine synthetische Sprache, ohne Rhetorik, direkt mit unserem Geist verbunden, in der Lage, dessen Geheimnisse zu stehlen und zu Papier zu bringen.”  Pia Jardi

Hannah Stippl

Zeichnung beginnt mit einer Linie – doch sie endet selten am Rand des Papiers.

Lines Becoming Place versammelt künstlerische Positionen, die Zeichnung als räumliche und prozesshafte Praxis verstehen. In ortsbezogenen Installationen, performativen Linienstrukturen und offenen Archivsystemen entfaltet sich Zeichnung als Methode des Denkens und als künstlerische Praxis, durch die Raum entsteht.

Lines Becoming Place zeigt drei künstlerische Positionen, die Zeichnung als erweitertes räumliches Medium untersuchen. Die Arbeiten von Ricarda Hoop, Claudia-Maria Luenig und Hannah Stippl führen die Linie über das Papier hinaus in ortsbezogene Installationen, serielle Systeme und Strukturen. Zeichnung erscheint dabei als eine Praxis des Denkens, Beobachtens und räumlichen Ordnens.

Die Präsentation versteht den Ausstellungsraum als ein Feld von Linien, Spuren und Fragmenten. Ricarda Hoops Arbeiten bilden eine verdichtete zeichnerische Struktur zwischen Karte, Ornament und Architektur. Diese Ordnung wird durch Claudia-Maria Luenigs performatives Zeichnen räumlich erweitert: Linien breiten sich entlang der Wände aus und entwickeln eine prozesshafte Beziehung zum Raum. Hannah Stippls Installation aus Zeichnungen, Notizen und Textfragmenten funktioniert als offenes Archiv, dessen Elemente in variablen Konstellationen präsentiert werden. Zwischen diesen drei Positionen entsteht ein dynamisches Gefüge, in dem Linien nicht nur Bilder erzeugen, sondern Orte formen.

Ricarda Hoop